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Ingenieurbiologie

Hangstabilisierung in der Gemeinde Jenesien
Hangstabilisierung in der Gemeinde Jenesien

Unter Ingenieurbiologie wird im deutschsprachigen Raum eine biologisch ausgerichtete Ingenieurbautechnik verstanden, die sich biologischer und landschaftsökologischer Erkenntnisse bei der Sicherung und Erhaltung von Böschungen, Hängen, Ufern, Vorländern, Deichen und Deponien vor Erosion bedient. Kennzeichnend dabei ist, dass Pflanzen und Pflanzenteile als lebende Baustoffe so eingesetzt werden, dass sie im Laufe ihrer Entwicklung im Zusammenspiel mit Boden und Gestein den wesentlichen Beitrag zur dauerhaften Sicherung leisten. In der Anfangsphase ist oft eine Verbindung mit unbelebten Baustoffen notwendig.

Bei richtiger Anwendung und Pflege sind ingenieurbiologische Bauweisen in vielen Fällen vergleichbaren Bauweisen aus unbelebten Baustoffen überlegen. Die sich aus Lebendbauweisen entwickelnden Vegetationsbestände erfüllen dabei nicht nur den angestrebten technischen Zweck, sondern haben darüber hinaus auch landschaftsästhetische und vor allen Dingen ökologische Funktionen.

Ingenieurbiologische Bauweisen haben ihren Ursprung in handwerklichen Techniken. Sie werden seit altersher auf Grund von Erfahrung angewendet. In den letzten Jahrzehnten wurde ihre systematische wissenschaftliche Untersuchung in Bezug auf Wirkungsweise, Leistungsfähigkeit, Anwendungsbereiche, Pflege und Unterhaltung vorangetrieben. Besondere Bedeutung hat dabei die Frage nach geeigneten, biotechnisch wirksamen Pflanzenarten und deren Vermehrung sowie der Einsatz herkunftsnahen oder autochthonen Materials

Die wichtigsten Arten von ingenieurbiologischen Eingriffen sind:

  • Bepflanzungen und Begrünungen 
  • Hangstabilisierung
  • Uferstabilisierung
  • kombinierte Verfahren