Managementstrategien
Das Risikomanagement in Bezug auf Naturgefahren muss sich in erste Linie auf den Schutz der menschlichen Gesundheit, der Siedlungen, der wirtschaftlichen Aktivitäten, der Kulturgüter und der Umwelt konzentrieren. Eine effiziente Strategie basiert auf einem ausgeglichenen Zusammenspiel der folgenden Aktionsbereiche:
Vorsorge
Vermeidung des Auftretens neuer Risiken durch eine ordnungsgemäße Raumplanung ordnungsgemäße Raumplanung und kompatible Bauweisen, so dass die Erweiterung von Siedlungen in Gefahrenzonen vermieden wird oder auf kompatible Weise erfolgt.
Schutz
Reduzierung der bestehenden Risiken durch Einwirkung auf die Naturgefahren, indem durch Hangsicherungsmaßnahmen und die Errichtung von Wasser- und Lawinenschutzbauten die Intensität verringert oder die Dynamik verändert wird. Wichtig ist auch die sachgemäße Bewirtschaftung des Waldbestandes, sodass die Schutzwaldfunktion gewährleistet wird.
Vorbereitung
Bewusstseinsbildung der Bevölkerung und Stärkung ihrer Eigenverantwortung, Ausarbeitung von Zivilschutzplänen und Anschaffung von modernen Überwachungs-, Vorhersage- und Warnsystemen.
Wiederaufbau
Das Risiko kann niemals vollständig eliminiert werden. Auch wenn eine technisch und wirtschaftlich vertretbare Maßnahme zur Verringerung des Risikos angewandt wird, bleibt trotzdem immer ein Restrisiko bestehen. Es ist daher erforderlich, über ein Notfallinterventionssystem (z.B. Berufsfeuerwehren und Freiwillige Feuerwehren) zur sofortigen Bewältigung des Notfalls zu verfügen. Weiters muss ein System an Förderungen für den Wiederaufbau nach Naturkatastrophen vorgesehen werden, um den Betroffenen die Rückkehr zur Normalität zu erleichtern.