Permafrost
Permafrost ist definiert als Material der Lithosphäre (Boden oder Gestein), das länger als zwei aufeinanderfolgende Jahre eine Temperatur von unter 0° aufweist. Permafrost kann - muss aber nicht unbedingt - Wasser oder Eis enthalten.
Aufgrund steigender Temperaturen verschiebt sich die Permafrostgrenze in den Alpen immer weiter nach oben, dies wirkt sich auf Prozesse wie Steinschlag, die Blockgletscher, den Sedimenttransport in angrenzende Gebiete oder die Wasserqualität und den Wasserhaushalt aus. Südtirol verfügt über ein umfangreiches Netz von Permafrost-Beobachtungsstationen.
Die Parameter, welche Aufschluss über die Entwicklung des Permafrostes geben, sind zum Beispiel die Bodentemperatur, die Temperatur unter der Schneedecke oder die Temperatur an steilen Felswänden. Weitere Details zur Permafrostdynamik könnten durch zusätzliche Temperaturmessungen in der Tiefe gewonnen werden. In Südtirol wird schon seit einiger Zeit intensiv zu diesem Thema geforscht.Im Rahmen der Interreg-Projekte PermaNET und PERMAQUA war das Amt für Geologie und Baustoffprüfung an der Kartierung des Permafrostes und einer Analyse der Auswirkungen auf die hydrogeologische Gefährdung und den Wasserhaushalt beteiligt. Im Rahmen des Projekts "Alpsmotion" entwickelt EURAC research Methoden zur Beobachtung von Blockgletschern mit Hilfe von Drohnen und Satelliten (Klimabericht - Eurac research).


