Lawinenschutzbauwerke
Lawinenschutzbauwerke werden aufgrund ihrer Funktionsweise und ihrer Position unterteilt in:
Aktive Schutzbauwerke: Bauwerke, die den Abbruch von Lawinen verhindern und im Abbruchbereich eingebaut werden, wie zum Beispiel:
- Schneenetze
- Schneebrücken
- Holzschneerechen
- Verwehungszäune
- Pflege und Wiederherstellung der Schutzwälder
Passive Schutzbauwerke: Bauwerke, die einen direkten Schutz des gefährdeten Objekts bieten und demnach direkt bergseitig davon positioniert werden, wie zum Beispiel:
- Auffangdämme
- Bremshöcker
- Lawinen- / Steinschlaggalerien
- Spaltkeile
Die aktiven und passiven Lawinenschutzbauwerke sind im LawinenschutzBAutenKAtaster (LABAKA) katalogisiert, der von der Agentur für Bevölkerungsschutz verwaltet wird, und sind im Hazard Browser abrufbar.
Neben aktiven und passiven Bauwerken gibt es Zivilschutzmaßnahmen wie programmierbare künstliche Lawinenauslösesysteme, die üblicherweise zum Schutz von Skipisten oder Infrastrukturen eingesetzt werden. Von grundlegender Bedeutung ist die Rolle der Lawinenkommissionen in den Gemeinden (L.G. 7/2013), die den Bürgermeister bei Entscheidungen im Falle einer unmittelbar drohenden Gefahr unterstützen.
Schutzwälder verringern die Wahrscheinlichkeit von Lawinenabgängen und das Ausmaß von Lawinen. Im Vergleich zu baulichen Maßnahmen (Dämme, Keile usw.) bieten Schutzwälder Vorteile in ökologischer, landschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht.
Kontakte
Agentur für Bevölkerungsschutz
Drususallee 11639100 Bozen
Autonome Provinz Bozen - Südtirol
Tel. +39 0471 41 60 00