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Murgänge

Pfitsch, 2012
Pfitsch, 2012

Am 4. August 2012 wurde das Pfitschtal von einer Serie heftiger Unwetter heimgesucht. Zahlreiche Weiler (das Foto zeigt einen Hof in Fußendrass) wurden von Schlamm und Geröll verlegt, die von Murgängen aus den kleinen Seitentälern herangeführt wurden.

Murgänge kommen in Südtirol sehr häufig vor. Es handelt sich um wellenförmige Wasser- und Sedimenttransporte mit einem hohen Feststoffanteil (>30 %), die in sehr steilen Bächen bei Gewittern oder Starkregen ausgelöst werden. Murgänge erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 10 m/s und reißen dabei Baumstämme und große Felsbrocken mit. Wo das Gefälle abnimmt, verlangsamt sich die Fließgeschwindigkeit und das Material lagert sich ab. Ähnliche Phänomene können auch an Hängen auftreten, insbesondere bei anhaltenden Regenfällen. Diese werden als Hangmuren bezeichnet.

Mehr zu diesem Thema

Weitere nützliche Informationen über Murgänge finden Sie hier:

  • Der Ereigniskataster ED30, in dem Überschwemmungs- und Murgangereignisse dokumentiert werden, die auf dem Landesgebiet auftreten; 
  • Die in Südtirol am häufigsten verwendeten Schutzbauwerke gegen Murgänge.

Ereigniskataster ED30

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Schutzbauwerke

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Die Fallstudie Gadriabach

Experimentelle Beobachtungen sind nützlich, um die Dynamik von Murgängen zu verstehen und ihre Gefahr einzuschätzen. Der Gadriabach verläuft zwischen den Gemeinden Laas und Schlanders im Vinschgau und ist für seine häufig auftretenden Murgangphänomene bekannt. Aus diesem Grund hat die Agentur für Bevölkerungsschutz in Zusammenarbeit mit dem CNR IRPI, der Freien Universität Bozen und der BOKU Wien im Jahr 2011 ein Überwachungssystem installiert, das aus Videokameras, Füllstandssensoren, Geophonen und anderen Instrumenten besteht. Das Video dokumentiert den Murenabgang vom August 2020.

Weitere Informationen finden Sie auf der Gadria Monitoring Site.

Beispiele von Murgänge

Was ist im Falle eines Murabganges zu tun

Rufen sie die Seite des Zivilschutzes auf.

Weitere Informationen

Kontakte

Agentur für Bevölkerungsschutz

Drususallee 116
39100 Bozen
Autonome Provinz Bozen - Südtirol
Tel. +39 0471 41 60 00