Vorbeugung
Die erfolgreichste Strategie, um Schäden durch den Borkenkäfer zu minimieren, ist die Vorbeugung.
1. Aufarbeitung des Schadholzes
Durch das rechtzeitige Räumen von frisch angefallenem Schadholz bzw. bruttauglichem Käferholz wird dem Schädling ein reichhaltiges und leicht verfügbares Nahrungsangebot entzogen. Dieses Schadholz, sowohl als Nutz- als auch Brennholz, soll unmittelbar aufgeräumt und aus dem Wald gebracht werden. Wipfel, Äste und Zweige können im Wald zurückbleiben. Bei Vorhandensein von geschädigtem Stangenholz ist es ratsam, auch dieses Holz zu zerkleinern oder aus dem Wald zu holen, um eine Vermehrung des Kupferstechers (Pityogenes chalcographus), ein weiterer Borkenkäfer, zu verhindern.
2. Entrindung
Sollte es nicht möglich sein, das Schadholz zu bringen, ist die Entrindung (auch eine partielle) eine geeignete Maßnahme. Damit trocknet das bruttaugliche Material aus und ist somit nicht mehr attraktiv für den Borkenkäfer.
3. Ablängung
Eine weitere Alternative zu den Aufräumarbeiten ist das Ablängen des Stammes. Dabei wird der Stamm in Stücke von maximal 50 cm Länge geschnitten. Ziel ist es, die Austrocknung des Stammes zu beschleunigen und somit für den Käfer unattraktiv zu machen.